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1864
6. Februar 1864

Geburt John Henry Mackay

John Henry Mackay kommt in Greenock (Schottland) zur Welt.

14. April 1864

Geburt Karl Henckell

Karl Henckell kommt in Hannover zu Welt. Er hat zwei ältere Brüder, Karl Wilhelm (1857-1936), der 1877 in die USA auswanderte, wo er als Tierarzt praktizierte, und Georg Gustav Adolf (1859-1942) sowie eine ältere und eine jüngere Schwester, Bertha Friederike (1861-?) und Anna Dorothea Wilhelmine (1871-1928).

3. Juni 1864

Geburt Otto Erich Hartleben

Otto Erich Hartleben kommt in Clausthal zur Welt. Hartleben wuchs nach dem Tod seiner Eltern zunächst bei seinem Grossvater in Hannover auf. Zu seinen Jugendfreunden in Hannover zählten Karl Henckell, Arthur Gutheil und Alfred Hugenberg.

11. Juni 1864

Geburt Richard Strauss

Richard Strauss kommt in München zur Welt.

24. Juli 1864

Geburt Frank Wedekind

Frank Wedekind kommt in Hannover zur Welt.

29. November 1864

Geburt Paul Kampffmeyer

Paul Kampffmeyer kommt in Berlin zur Welt.

1874
1. Mai 1874

Geburt Gertrud Pfander

Gertrud Pfander kommt in Basel zur Welt.

1879
1. Januar 1879

“Senatus poeticus”

Frank Wedekind gründet zusammen mit Walter Laué, Adolph Vögtlin und Oskar Schibler den Dichterbund “Senatus poeticus”.

1883
1. Januar 1883

Abitur

Karl Henckell macht das Abitur in Kassel.

1884
1. Januar 1884

Aufenthalt in Berlin

Im Frühjahr hält sich Karl Henckell in Berlin auf. Er lernt die Brüder Heinrich und Julius Hart kennen.

1. Januar 1884

“Umsonst”

Umsonst. Ein sociales Nachtstück von Karl Henckell erscheint in Berlin (Commission bei Wilhelm Issleib).

1. September 1884

Vorwort “Poetisches Skizzenbuch”

Heinrich Hart schreibt das Vorwort “Auf den Weg!” zu Karl Henckells Poetischem Skizzenbuch, das im Jahr darauf erscheinen wird.

1885
1. Januar 1885

“Moderne Dichter-Charaktere”

Moderne Dichter-Charaktere herausgegeben von Wilhelm Arent, mit Einleitungen von Hermann Conradi und Karl Henckell erscheint in Berlin. Die Sammlung enthält neben Gedichten von Arndt, Conradi und Henckell auch Gedichte von Heinrich und Julius Hart und Erich Hartleben.

Online: Moderne Dichter-Charaktere (Zentralbibliothek Zürich) und Moderne Dichter-Charaktere (Universitätsbibliothek Paderborn).

1. Januar 1885

“Poetisches Skizzenbuch”

Poetisches Skizzenbuch von Karl Henckell mit einem Vorwort von Heinrich Hart erscheint (J. C. C. Bruns’ Verlag, Minden i. Westf.). Es ist den Brüdern Heinrich und Julius Hart, “den muthigen Streitern für eine große und männliche Poesie, in Freundschaft, Liebe und dankbarer Verehrung gewidmet.” Die Sammlung enhält Das Lied des Steinklopfers, eines der bekanntesten Gedichte von Henckell, das zudem von Richard Strauss vertont wurde.

1. September 1885

Studium in München

Karl Henckell studiert im Wintersemester 1885/86 in München.

1886
1. Januar 1886

“Quartett”

Quartett, Dichtungen, unter Mitwirkung von Arthur Gutheil, Otto Erich Hartleben, Alfred Hugenberg, herausgegeben von Karl Henckell, erscheint (Hamburg, Otto Meissner).

Online: Quartett.

1887
1. Januar 1887

Karl Henckell kommt nach Zürich

Karl Henckell lässt sich in Zürich nieder und beginnt ein Studium an der Universität Zürich.

1. Januar 1887

“Strophen”

Karl Henckells Gedichtband Strophen erscheint (Verlags-Magazin (J. Schabelitz), Zürich). Gewidmet ist er seinem Bruder Gustav Henckell.

Online: Strophen.

1. Juni 1887

Ulrich-Hutten-Bund

Gründung des Ulrich-Hutten-Bunds, dessen Vorsitz Karl Henckell übernimmt.

1888
1. Januar 1888

John Henry Mackay in Zürich

John Henry Mackay kommt nach Zürich, wo er bis 1891 lebt.

1. Januar 1888

Schönbühlstrasse

Karl Henckell wohnt an der Schönbühlstrasse 24 im Zürcher Stadtquartier Hottingen.

2. Februar 1888

“Lockspitzellied”

In der Züricher Post, die Jakob Schabelitz in seinem Verlag herausgibt, erscheint Karl Henckells Gedicht Lockspitzellied.

21. März 1888

Verbot “Amselrufe” und “Sturm”

Karl Henckells Gedichtband Amselrufe und John Henry Mackays Sturm, die beide im Verlags-Magazin (J. Schabelitz) in Zürich erschienen sind, werden aufgrund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie verboten.

Quelle: Amtsblatt der Königlich Württembergischen Verkehrsanstalten, 21. März 1888, Nr. Nr. 34, S. 143. Online

1889
1. Januar 1889

Englischviertelstrasse

Karl Henckell wohnt an der Englischviertelstrasse im Züricher Stadtqurtier Hottingen.

14. April 1889

Internationaler Arbeiterkongress

Anlässlich des Internationalen Arbeiterkongresses, der vom 14. bis 21. Juli 1889 in Paris stattfindet, verfasst Karl Henckell einen Festgruß.

15. Dezember 1889

Schweizer Bürgerrecht

Katl Henckell wird Bürger der Gemeinde Stallikon bei Zürich und erhält dadurch das Schweizer Bürgerrecht.

1890
1. Januar 1890

“Amselrufe”

Die zweite Auflage der Amselrufe von Karl Henckell erscheint im Verlags-Magazin (J. Schabelitz), Zürich.

1. Januar 1890

“Diorama”

Diorama von Karl Henckell erscheint im Verlags-Magazin (J. Schabelitz), Zürich. Henckell widmet den Gedichtband “Leopold Jacoby in Mailand”. Zudem richtet sich das mit 2. September 1889 datierte Vorwort direkt an Leopold Jacoby. Die Sammlung enthält das Gedicht Prost, John Mackay!

1. Januar 1890

“An Karl Henckell”

Von Detlev von Liliencron erscheint die Sammlung Der Haidegänger und andere Gedichte. Sie enthält das Widmungsgedicht An Karl Henckell.

1. Januar 1890

“Der Sturm” von John Henry Mackay

Die zweite, durchgesehene und vermehrte Auflage von Der Sturm von John Henry Mackay erscheint im Verlags-Magazin (J. Schabelitz), Zürich. Die dritte und vierte Auflage der Gedichtsammlung erscheinen in den 1890er Jahren im Verlag von Karl Henckell.

Online: Der Sturm.

1. Januar 1890

Karl Henckell wird Schweizer Bürger

Karl Henckell erhält die Landrechtsurkunde des Standes Zürich und damit das Schweizer Bürgerrecht.

1891
1. Januar 1891

“Trutznachtigall”

Trutznachtigall von Karl Henckell erscheint im Verlag von J. H. W. Dietz in Stuttgart.

1. Januar 1891

“Lichtglaube”

Otto Julius Bierbaums Sammlung Erlebte Gedichte erscheint. Sie enthält das Karl Henckell gewidmete Gedicht Lichtglaube.

Online: Erlebte Gedichte (2. Auflage 1893).

1. Januar 1891

“Die Anarchisten” von John Henry Mackay

Die Anarchisten. Kulturgemälde aus dem Ende des XIX. Jahrhunderts von John Henry Mackay erscheint im Verlags-Magazin (J. Schabelitz), Zürich.

20. März 1891

“Der 18. März”

In der Arbeiter-Zeitung, dem Organ der Österreichischen Sozialdemokratie , erscheint das Gedicht Der 18. März von Karl Henckell.

1892
1. Januar 1892

“Der Fall Peus”

Karl Henckell veröffentlicht das Flugblatt Der Fall Peus.

1. Januar 1892

Leopold Jacoby kommt nach Zürich

Der Arzt und Dichter Leopold Jacoby übersiedelt nach Zürich.

1. Januar 1892

“Die Waffen nieder”

Bertha von Suttner beginnt mit der Herausgabe der Zeitschrift Die Waffen nieder.

12. November 1892

“Monblanc-Prozess”

Im Nebelspalter erscheint von Karl Henckell das Gedicht Monblanc-Prozess.

1893
1. Januar 1893

“Buch der Freiheit”

Das Buch der Freiheit von Karl Henckell erscheint im Verlag der Expedition des Berliner “Vorwärts” Berliner Glocke in Berlin. Der Band enhält neben eigenen Gedichtem etwa auch Gedichte von Leopold Jacoby, Otto Erich Hartleben, Detlev von Liliencron, John Henry Mackay, Heinrich und Julius Hart, Hermann Conradi und Otto Julius Bierbaum.

Online: Buch der Freiheit.

1. Februar 1893

“Heines’ Denkmal in Düsseldorf 1893”

Karl Henckells Gedicht Heines’ Denkmal in Düsseldorf 1893, datiert Zürich, 1. Februar 1893, erscheint in der Montags-Revue aus Böhmen.

6. August 1893

Internationaler Sozialistenkongress

Anlässlich des Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongresses vom 6. bis 13. August 1893 in Zürich wird als Begrüssungshymne ein Gedicht von Karl Henckell, vertont vom Wiener Komponisten Joseph Scheu, vorgetragen.

1894
1. Januar 1894

“Neuland”

In Neuland. Ein Sammelbuch moderner Prosadichtung erscheint von Karl Henckell die Erzählung Der Rettungsengel. Herausgegeben wurde die Anthologie von Cäsar Flaischlen (Verlag des Vereins der Bücherfreunde, Berlin). Sie enthält u. a. auch Texte von Heinrich und Julius Hart, Otto Erich Hartleben und John Henry Mackay. Die Schlussstücke gestaltete Fidus.

Online: Der Rettungsengel.

1. Januar 1894

“Zwischenspiel”

Zwischenspiel von Karl Henckell erscheint im Verlags-Magazin (J. Schabelitz). Das Bändchen enthält es das Gedicht Elodie, das Frank Wedekind gewidmet ist.

10. September 1894

“Vier Lieder für eine Singstimme”

Richard Strauss widmet die Vier Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte, op. 27, zum Hochzeitstag “Meiner geliebten Pauline zum 10. September 1894 als Morgengabe”. Der Text des Lieds Nr. 1 Ruhe, meine Seele stammt von Karl Henckell, der Text des Lieds Nr. 2 Cäcilie von Heinrich Hart sowie die Texte der Lieder Nr. 3 Heimliche Aufforderung und Nr. 4 Morgen von John Henry Mackay.

Online

1895
1. Januar 1895

Verlag Karl Henckell & Cie.

Mit der Unterstützung seines Bruders Gustav sowie Gustav Maier und Walter Laué gründet Karl Henckell den Verlag Karl Henckell & Cie.

1. Januar 1895

“Trauben”

In der Veröffentlichung Grundsteine zum Meraner Theaterbau. Gespendet von deutschen Dichtern und Schriftstellern erscheint Karl Henckells Gedicht Trauben.

1. Januar 1895

“Sonnenblumen”

Karl Henckell beginnt mit der Veröffentlichung der Reihe Sonnenblumen.

1. Januar 1895

Monographie von Franz Blei

Die Monographie Karl Henckell. Ein moderner Dichter von Franz Blei erscheint.

1. Januar 1895

“Schweizer Dichtermappe”

In der Schweizer Dichtermappe ist Karl Henckell mit einem Beitrag vertreten neben Gottfried Keller, Adolf Frey oder Carl Spitteler sowie Leopold Jacoby.

7. März 1895

2. Vortrag zeitgenössische Autoren

Karl Henckell hält im Vereinshaus des Kaufmännischen Vereins in Zürich den zweiten Vortrag über zeitgenössische Autoren des deutschen Literatur.

Letzten Donnerstag hielt Karl Henckell im Vereinshaus des Kaufmännischen Vereins den zweiten Vortrag über zeitgenössische Autoren der deutschen Litteratur. Er verstund es, in seinen “Plaudereien” das Interesse der zahlreichen Hörerschaft ausgezeichnet rege zu halten. Man konnte du wertvolle Einblicke in die Werkstätten moderner Meister thun. Und was vor allem aus ungemein sympathisch berührte: der anerkannt hochbegabte Dichter hat für seine Mitkämpfer auf dem Felde der neuen Dichtung nur glänzende Anerkennung ihrer Leistungen. In diefer freien Dichterseele hat der Neid keinen Raum. Eine solche Wahinehmung ist in einer Zeit, da kleinliche Rivalität düstere Schatten auf gar manches Streben fallen läßt, doppelt erfreulich. Nächsten Donnerstag findet der dritte und letzte dieser geschätzten litterarischen Abende statt.

In: Grütlianer, 44. Jahrg., 12. März 1895. Nr. 30, S. 2. Online

20. Dezember 1895

Tod Leopold Jacoby

Leopold Jacoby stirbt in Zürich.

1896
1. Januar 1896

“Moderne Gesellschaftsklassen”

Von Paul Kampffmeyer erscheint Geschichte der modernen Gesellschaftsklassen in Deutschland.

1. Januar 1896

Jacoby-Blatt der “Sonnenblumen”

Die Nr. 14 des 2. Jahrgangs der Sonnenblumen ist Leopold Jacoby gewidmet ebenso der beigelegte Anzeiger. Dieser enthält den Text “Eine Schulerinnerung”, eine Würdigung von Jacoby sowie das Gedicht “Der tote Dichter”.

1. Januar 1896

“Fünf Lieder für eine Singstimme”

Fünf Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung, op. 32, von Richard Strauss erscheinen. Die Texte der Lieder Nr. 1 Ich trage meine Minne, Nr. 3 Liebeshymnus und Nr. 4 O süsser Mai stammen von Karl Henckell. Online

1. Januar 1896

“Cunita”, “Passifloren”, “Mis Chindli”, “Ada Negri”

Karl Henckell veröffentlicht in seinem Verlag Cunita von Leopold Jacoby, Mis Chindli. Ein Liederkranz für junge Mütter von Sophie Hämmerli-Marti, die Gedichtsammlung Passifloren von Gertrud Pfander sowie Ada Negri. Ein Vortrag.

15. Juli 1896

“Dem Samariterverein Neumünster”

Karl Henckell widmet dem Samariterverein Neumünster in Zürich das Gedicht Dem Samariterverein Neumünster zu seiner 10jährigen Stiftungsfeier zu dessen 10jähriger Stiftungsfeier.

2. November 1896

“Vier Gesänge für eine Singstimme”

Das Lied Nr. 1 Verführung von Richard Strauss mit dem Text von John Henry Mackay der Vier Gesänge für eine Singstimme mit Begleitung des Orchesters, op. 33, wird in Berlin uraufgeführt.

1897
5. April 1897

Komponisten-Postkarten

Im Verlag von Karl Henckell erscheinen 12 Komponisten-Postkarten mit Rahmenzeichnungen von Fidus an (Beethoven, Mozart, Weber, Wagner, Chopin, Rossini, Flotow, Schubert, Kreutzer, Brahms, Lortzing, Mendelssohn-Bartholdy).

Henckell hinterlegt die Karten als geistiges Eigentum mit dem Erscheinungsdatum 6. April 1898 (Schweizerisches Handelsamtsblatt, 16 . Jahrg., 12. Juli 1898, Nr. 202, S. 851, Nr. 840, Online).

20. April 1897

Heirat

Karl Henckell und Anny Haaf-Haller heiraten in Zürich.

16. Oktober 1897

“Arnold Böcklin gewidmet”

Aus Anlass des 70. Geburtags von Arnold Böcklin am 16. Oktober 1897 veröffentlicht Karl Henckell in seinem Verlag eine Sammlung von Gedichten unter dem Titel Arnold Böcklin gewidmet von Karl Henckell.

7. November 1897

Tod des Vaters

Karl Henckells Vater Arnold Henckell stirbt in Lenzburg.

30. Dezember 1897

Dichter-Postkarten

Im Verlag von Karl Henckell erscheinen 12 Postkarten mit Porträts und Versen von Dichtern (Gottfried Keller u. a.). Die Rahmen der Porträts stammen von Fidus.

Henckell hinterlegt die Karten als geistiges Eigentum mit dem Erscheinungsdatum 30. Dezember 1897 (Schweizerisches Handelsamtsblatt, 16 . Jahrg., 13. April 1898, Nr. 115, S. 474, Nr. 823, Online).

1898
1. Januar 1898

“Gedichte”

Die Sammlung Gedichte von Karl Henckell erscheint im eigenen Verlag. Der Band enthält ganzseitige Illustrationen und zahlreiche Vignetten von Fidus.

1. Januar 1898

Komponisten-Postkarten

Im Verlag von Karl Henckell erscheinen 12 Komponisten-Postkarten mit Rahmenzeichnungen von Fidus (Beethoven, Mozart, Weber, Wagner, Chopin, Rossini, Flotow, Schubert, Kreutzer, Brahms, Lortzing, Mendelssohn-Bartholdy).

5. August 1898

“Nach dem Kriege”

In der Zeitschrift Der Friede erscheint das Gedicht Nach dem Kriege in der Übersetzung von Karl Henckell (5. Jahrg., 5. August 1898, Nr. 15, S. 1, Online).

9. November 1898

Tod Gertrud Pfander

Gertrud Pfander stirbt in Davos.

1899
1. Januar 1899

“Fünf Lieder für eine Singstimme”

Richard Strauss schreibt Fünf Lieder für eine Singstimme mit Pianoforte, op. 41. Der Text des Lieds Nr. 2 In der Campagna stammt von John Henry Mackay.

1. Januar 1899

Gedichte in “Pan”

In der Zeitschrift Pan erscheinen von Karl Henckell die Gedichte Ist das noch..? und Unbekümmert. Zu den Redakteuren der Zeitschrift gehört Otto Erich Hartleben.

29. Januar 1899

Tod Jakob Schabelitz

Der Drucker und Verlagsbuchhändler Jakob Schabelitz stirbt in Zürich.

1900
1. Januar 1900

Heiratsmappe

Anlässlich der Heirat von Fidus und Elsa Knoll stellt Otto Grautoff eine Mappe mit 46 Blättern zusammen, darunter Beiträge von Karl Henckell, Thomas Mann und Rainer Maria Rilke.

7. März 1900

Goethebund

Karl Henckell und Frank Wedekind werden Mitglieder des in München gegründeten Goethebunds zum Schutze freier Kunst und Wissenschaft mit dem Zweck, “die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft im Deutschen Reich gegen Angriffe jeder Art zu schützen”.

Quelle: Georg Hirt, “Der Goethebund”, in: Das Buch von der Lex Heinze. Ein Kulturdokument aus dem Anfange des zwanzigsten Jahrhunderts, hrsg. von Otto Falckenberg, Commissionsverlag von L. Staackmann, Leipzig 1900, S. 63-66. Online

1901
1. Januar 1901

Umzug nach Rüschlikon

Karl Henckell zieht nach Rüschlikon bei Zürich, wo er an der Seestrasse 290 wohnt. Gleichzeitig verlegt der Verlag Katl Henckell & Cie. den Geschäftssitz dorthin. Der Hesellschafte August Schuster.

1. Januar 1901

Aufruf für ein Herwegh-Denkmal

Karl Henckell gehört zu den Mitunzeichnern für ein Denkmal für Georg Herwegh in Liestal.

1. April 1901

Aufruf für Detlef von Liliencron

Karl Henckell unterstützt einen Aufruf von Kantonsschülern in Aarau “für den in Altona lebenden und nicht mit Glücksgütern gesegneten alternden Dichter Detlef von Liliencron”.

Quelle: Zürcher Wochen-Chronik, 3. Jahrg., 13. April 1901, Nr. 15, S. 116 (Online).

21. Oktober 1901

Böcklin-Gedenkfeier

Der 1. Literarische Abend des Lesezirkels Hottingen im Grossen Tonhallesaal in Zürich ist der Erinnerung an Arnold Böcklin gewidmet. Die Würdigung nahm der Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin vor. Umrahmt wurde die Feier von musikalischen Darbietungen des Tonhalleorchesters. Am Schluss wurden Böcklin-Lieder von Karl Henckell rezitiert und durch Böcklins Bilder angeregte Metamorphosen des Komponisten Hans Huber vorgetragen.

Quelle: Hans Holenweg, “‘Der grösste deutsche Maler der Gegenwart’. Vor hundert Jahren starb Arnold Böcklin”, in: Neue Zürcher Zeitung, 13./14. Januar 2001, Nr. 10, S. 85. Online

1902
1. Januar 1902

Umzug nach Berlin-Charlottenburg

Karl und Anny Henckell ziehen nach Berlin-Charlottenburg. Henckell wird Vorsitzender der Neuen Freien Volksbühne in Berlin

1. Januar 1902

“Freunde und Gefährten”

Unter dem Titel Freunde und Gefährten. Meisterdichtungen auf einzelnen Blättern erscheinen im Berliner Verlag Schuster & Löffler von John Henry Mackay im Verlag mehrere Serien, als deren Vorbild die Sonnenblumen von Karl Henckell gedient haben dürften.

2. Februar 1902

“Volksbildungsabend” in Bern

Karl Henckell trägt am “Volksbildungsabend” in der französichen Kirche in Bern eine Auswahl seiner Gedichte vor.

Quelle: Neues Berner Taschenbuch auf das Jahr 1903, Bern 1902, S. 275. Online

1903
1. Januar 1903

“Mein Liederbuch”

Mein Liederbuch. Ausgewählte Gedichte I von Karl Henckell erscheint.

1. Januar 1903

Erster Band der “Lieder aus dem Rinnstein”

Der erste Band der Lieder aus dem Rinnstein, gesammelt von Hans Ostwald erscheint in Karl Henckells Verlag. Die Sammlung enthält die Gedichte Für Freund und Feind von Robert Reitzel, Die Verstossenen und Die Verlorenen von John Henry Mackay, Der Tantenmörder und Brigitte B. von Frank Wedekind, Lied des Steinklopfers, Seht dort ihr Zwei, Die Dirne und Die Engelmacherin von Karl Henckell.

11. Mai 1903

Verlegung des Verlagssitzes nach Berlin

Der Sitz des Verlags Karl Henckell & Cie. wird von Rüschlikon nach Berlin verlegt.

Schweizerisches Handelsamtablatt, 21. Jahrg., 14. Mai 1903. Nr. 192, S. 765. Online

13. September 1903

“Empor schlug die Welle”

Karl Henckell widmet dem Reichsparteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), der vom 13. bis 20. September 1903 in Dresden tagt, in der Sächsischen Arbeiter-Zeitung das Gedicht Empor schlug die Welle.

12. Dezember 1903

Tod der Mutter

Karl Henckells Mutter Bertha stirbt in Aarau.

1906
25. Dezember 1906
1907
2. Mai 1907

“Jüngstes Deutschland”

Karl Henckell hält im Sozialwissenschaftlichen Bildungsverein in Wien einen Vortrag über das Jüngste Deutschland.

1909
22. Juli 1909

Tod Detlev von Liliencron

Detlev von Liliencron stirbt in Alt-Rahlstedt.

1911
1. Januar 1911

“Im Weitergehen”

Im Weitergehen. Neue Gedichte von Karl Henckell erscheint in München mit einer Titelradierung von Hubert Wilm.

1. Januar 1911

Biographie von Magda Jansen

Die Biographie Karl Henckell, ein Dichterbild von Magda Jansen erscheint.

1916
5. April 1916

Michael Georg Conrad

Aus Anlass des 70. Geburtstags von Michael Georg Conrad widmet Karl Henckell ihm das Gedicht Michael Georg Conrad.

1920
6. Februar 1920

“Bruno Wille”

Aus Anlass des 60. Geburtstages am 6. Februar schickt Karl Henckell den “Drahtgruss” Bruno Wille.

1921
1. Januar 1921

Gesammelte Werke

Im Verlag J. Michael Müller in München erscheinendie vier Bände Gesammelte Werke von Karl Henckell.

1929
30. Juli 1929

Tod Karl Henckell

Karl Henckell stirbt in Lindau am Bodensee.

2. August 1929

Kremation Karl Henckell

Karl Henckell wird in Konstanz kremiert.

Über die Trauerfeier berichtet die Arbeiter-Zeitung:

In der Halle des Krematoriums zu Konstanz am Bodensee war am Freitagnachmittag eine eindrucksvolle Trauerfeier. Wenn die Zahl der Teilnehmer der Bedeutung des Toten entsprochen hätte, wäre der weite Rundbau des Hauses viel zu klein gewesen. Aber der da Abschied nahm, haßte die dekorativen Aeußerlichkeiten des Daseins, er wollte auch ohne Zeremonien bestattet werden und außer seiner engsten Familie nur ein paar Freunde um sich wissen. So waren denn nebst des Dichters Gattin nur seine Verwandten, von Henckells Freunden nur Hedwig Forstreuter, Fritz Droop, Norbert Jacques, Andersen-Nexö und Frau, K. F. Schmidt, Johannes Timm und Tomarkin (Bern) zugegen.

Und es wird ausgeführt:

Die freien schweizerischen Berge grüßen im Strahl der Sonne über den See, den Karl Henckell zwei Menschenälter lang geliebt und besungen hat. Es ist ein stiller, hehrer Abschiedsgruß und ein Symbol zugleich, das Bindung heißt. Wie in Meersburg das Grab der Annette v. Droste das Land der Alemannen mit der niedersächsischen Erde verbindet, so steht von nun an die Urne Karl Henckells wie ein unvergeßliches Denk- und Dankmal an der Brücke zwischen Deutschland und der Schweiz, die er als seine zweite Heimat liebte.

Arbeiter-Zeitung, 42. Jahrg., 10. August 1929, Nr. 219, S. 7. Online

1931
1. Januar 1931

“Karl Henckell im Spiegel seiner Umwelt”

Karl Henckell im Spiegel seiner Umwelt. Aufsätze, Briefe, Gedichte als Gedenkschrift gesammelt und herausgegeben von Karl Friedrich Schmid mit dem Beitrag “Karl Henckell und der Sozialismus” von Paul Kampffmeyer erscheint.

1932
24. Dezember 1932

Tod Anny Henckell

Anny Henckell stirbt in Zürich. In den letzten beiden Jahren ihres Lebens wohnte sie an der Witikonerstrasse 68 in Zürich.

28. Dezember 1932

Kremation Anny Henckell

Anny Henckell wird kremiert und in einem Urnengrab auf dem Friedhof Rehalp in Zürich beigesetzt.

1933
16. Mai 1933

Tod John Henry Mackay

John Henry Mackay stirbt in Berlin-Charlottenburg.

1945
1. Februar 1945

Tod Paul Kampffmeyer

Paul Kampffmeyer stirbt in Berlin-Wilhelmshagen.

1949
8. September 1949

Tod Richard Strauss

Richard Strauss stirbt in Garmisch-Partenkirchen.

2020
12. Januar 2020

“Ein kleines Curriculum”

In der Zeitschrift Die Rheinlande erscheint “Ein kleines Curriculum” von Karl Henckell, ein Text über den Autor von W. Sch. und die vier Gedichte “Anders”, “Ruhe, meine Seele!”, das Richard Strauss vertonte, “Träumer” und “Belvoir” aus dem Sammelband Gedichte. Dieser umfasse, wird bemerkt, “die von ‘überflüssigem Kram’ gereinigte ‘lyrische Habe’ aller früheren Lyrikbücher Henckells”. Zu den Illustrationen von Fidus wird geurteilt: “Die Zeichnungen des bekannten Künstlers sind zum Teil von größtem Reiz, haben aber dadurch gelitten, daß er dem Buchdruck seinen feinen Strich opferte und großzügig wurde, was seiner Natur augenscheinlich zuwider ist.”

Die Rheinlande, Juli 1901, S. 31-32 und S. 34. Online

12. Januar 2020

“Neuland”

Karl Henckell veröffentlicht in seinem Verlag eine Auswahl seiner Gedichte unter dem Titel Neuland, Ausgewählte Gedichte II mit Titelrahmen und Schlusskranz von Fidus.