"Amselrufe"

Die zweite Auflage der Amselrufe von Karl Henckell erscheint im Verlags-Magazin (J. Schabelitz), Zürich.

Online: Amselrufe.

In der Schweizer Satire-Zeitschrift Nebelspalter dand sich dazu folgender launiger Hinweis:

Freilich gibt es auch noch Dichter, welche Glück haben; wenigstens sind wir geneigt, es als eine überaus glückliche Empfehlung zu betrachten, wenn ein Gedichtbuch von der Regierung verboten wird; dadurch lenkt man die Neugierde auf das Buch und mit der Neugierde stellt sich selbstverständlich auch der Absatz ein. Das Glück des Verbotenwerdens - und zwar im ganzen deutschen Reiche - hat in neuester Zeit die "Amselrufe" von Karl Henckell erreicht und wir reden dabei um so eher von Glück, weil ein gewöhnlicher Sterblicher unmöglich die Stellen zur Motivirung des Verbotes finden wird. Der jugendtrotzige, freiheit- und liebedürstende Dichter, dem bei allem Pessimismus und

Nebelspalter S. und