Carl Henckell, Gedichte (Schweizer Frauen-Zeitung)

Henckells Poesien atmen ungesuchte Kraft und Schönheit, an der sich jederunwillkürlich labt, der für poetisches Empfinden nicht unempfänglich ist. Wahr und klar mutet uns seine Muse an wie ein junges, blühendes Menschenkind, das ohne alle Toilettenkünste den Typus der ursprünglichen und deshalb bezaubernden Schönheit darstellt. Das beflissen Moderne an dem gehaltvollen, schönen Buche ist der Bildschmuck, dessen Realistik in Beziehung zum textlichen Inhalt des Werkes als nicht recht motiviert erscheint.

Schweizer Frauen-Zeitung