Anascretismus

Anascretismus

Niemals verachtet’ ich seine Küche,
Niemals die köstlichen Wohlgerüche.
Lieb’ ich doch gute Cigaretten,
Auserles’ne Behaglichkeit,
Vornehm geschmackvolle Toiletten
Und edlen Luxus zu jeder Zeit.
Ich liebe kein Ideal-Gestelle
Von theoretischer Dürre.
Ich liebe schwellende Biberfelle
Und Veilchen und heidnische Myrrhe
Ein stimmungwebendes Dämmergemach
In rot verschleiertem Lichte,
Musik von Schumann, Chopin, ach,
Der teuren Freundin Schelmengelach
Und geniale Gedichte.

Zwischenspiel, Zürich 1894, S. 19. Online