Zuruf

Zuruf

0 geh’ mit mir und lausch’ auch du
Dem Klang der neuen Welt,
Du hauchst mir Licht und Wärme zu,
Wenn Reif und Rauhfrost fällt.

Ich bin der Lieb’ und Freundschaft müd’,
Die nicht mit stiller Kraft
Am Herde, drauf mein Feuer glüht,
Am Herd der Wahrbeit schafft,

Ich wünsche, dass du zu mir senkst
Verständnissvoll dein Haupt,
Und dass du die Gedanken denkst.
Die nie der Tag bestaubt:

Uon Freiheit, die ein neu Gebild
Des Cebens rings gebiert,
Die schön wie du und gabenmild
Der Erde Garten ziert.

Aus meinen Gedichten, Zürich, Leipzig, Berlin 1902, S. 68. Online