Schwül

1888

Schwül

Das Leben schwankt durch Nebelgrau
Mit Flügeln müd’ und bleiern…
Wohin ich hellen Auges schau’,
Nur Spuk von Dunst und Schleiern.

O bräche, bräche doch einmal –
Sonst wird mein Blick noch blöde –
Ein wilder Blitz, ein heil’ger Strahl
Durch diese Grabesöde!

1890

Schwül

Das Leben schwankt durch Nebelgrau
Mit Flügeln müd’ und bleiern…
Wohin ich hellen Auges schau’,
Nur Spuk von Dunst und Schleiern.

O bräche, bräche doch einmal –
Sonst wird mein Blick noch blöde –
Ein wilder Blitz, ein heil’ger Strahl
Durch diese Grabesöde!

1888

Schwül

Das Leben schwankt durch Nebelgrau
Mit Flügeln müd und bleiern…
Wohin ich hellen Auges schau,
Nur Spuk von Dunst und Schleiern.

O bräche, bräche doch einmal –
Sonst wird mein Blick noch blöde –
Ein wilder Blitz, ein heiliger Strahl
Durch diese Grabesöde!

Amselrufe. Neue Strophen, Zürich 1888. S. 44. Online
Amselrufe, Zürich 1890, S. 40-41. Online
Gesammelte Werke. Zweiter Band: Buch des Kampfes, München 1921, S. 48.