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Die Männer von Chicago

Die Männer von Chicago Als die Grauenpost nun ward vernommen, Ist ein Sturmkrieg über mich gekommen. Meiner Seele Krater hat gebebt, Wie wenn Erdstoß eine Welt begräbt, Wie wenn Wogen himmelhoch sich bäumen, Dunkle Meeresriesenrosse schäumen, Chaosaufruhr über’s All’ hinfährt, Bleich vor Scham das Universum gährt… In die Einsamkeit bin ich entronnen, Brennend stürzten meiner Thränen Bronnen, An die Stirnwand schlug des Schmerzes Hammer. Heiß umgluthet’ mich der Menschheit Jammer. Rother Scheiterhaufen loht’ empor, Knistert’, prasselt’ und umdroht mein Ohr: Sieh’, am Galgen hängt dein Ideal, Nun versengt dich deines Herzens Qual. Brenne, brenne, bis zur Asche brennt Deine Richtigkeit im Element! Brenne, brenne, bis zu Staub verascht Deine Flüchtigkeit, die hascht nnd nascht! Brenne, brenne, bis zerflockt zu Dust Deiner Wichtigkeiten Thorenlust! Siehe! Männer schritten in den Tod; Für die Menschheit litten sie den Tod. Weil am Unrechtsgalgen sie gerüttelt, Hat zum Galgen sie das Recht gebüttelt. Weil gelockert sie des Unrechts Strick, Schlang das Rechtsstrick sich um ihr Genick; Weil am Hals gepackt des Unrechts Hecht, Hat erdrosselt sie des Henkers Recht. Siehe! …