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Nachts um die zweite Stunde

Nachts um die zweite Stunde Was nützt’s, den Docht emporzuschrauben Wenn das Petroleun ausgebrannt? Ein jeder Schriftzug foppt die Hand, Und bald muß ich an’s Dunkel glauben. Wenn ich nur früh genug erwache — Die Mitternacht schlich längst vorbei — Und meinen Aufsatz fertig mache, Wie Cicero zu preisen sei! Welch öder Firlefanz! Nüchterner Mummenschanz! Da hat man mit vergilbten Phrasen Sich Stund’ um Stunde abgemüht, Die eig’ne Welt wie fortgeblasen, Die fremde auch nicht anfgeblüht; Zum Heil dem grauen Schlendrian Die schöne Zeit mit Nichts verthan. Wie gähnt mich grenzenlose Leere Aus diesen Redensarten an! Zu eines seichten Schwätzers Ehre Wie man doch klassisch lügen kann! Mir scheint, wenn ich es recht erwäge, Wie wenn ich Herz und Hirn zersäge, Aushöhle all mein junges Mark Mit dem verfluchten Phrasenquark. Ja, wär’ es einzig dieser Fetzen, Herbaumelnd aus zerfall’ner Zeit, Man möchte sich noch dran ergötzen, Doch soll ich all den Wahnsinn schätzen, Aufbäumt der Geist sich mir und schreit. Das ist ein Plunder Ohne Gleichen! Wer wird den Zunder Der Zerstörung reichen? Soll das …