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Sonnentod

Sonnentod Es stieg in kühnem Morgenfeuer Von Osten auf der Held des Lichts, Der Schatten lagernd Ungeheuer Lodernd zu schleudern in das Nichts. Jäh über Berg und Flut hinfahren Ließ er des Speeres Blitz und Glanz, Schon wankten der Dämonen Scharen Im purpurtrunkenen Waffentanz. Welch urgewaltig Glutenzucken! – – Da kroch der Dunstdrach um die Welt. Unheimlich Wälzen, Schleichen, Rucken. Ein Ringen. Röcheln. Nebelschlucken… Erstickt im Sumpf – der Sonnenheld. Sonnentod Heinrich v. Kleist Es stieg im kühnem Morgenfeuer Von Osten auf der Held des Lichts, Der Schatten lagernd Ungeheuer Lodernd zu schleudern in das Nichts. Jäh über Berg und Flut hinfahren Ließ er des Speeres Blitz und Glanz, Er scheuchte der Dämonen Scharen Mit purpurtrunkenen Waffentanz. Welch urgewaltig Glutenzucken! – – Da kroch der Dunstdrach um die Welt. Unheimlich Wälzen, Schleichen, Rucken. Ein Ringen. Röcheln. Nebelschlucken. Erstickt – im Sumpf – der Sonnenheld. Jugend, 16. Jahrg. 2, Bd., 1911, Nr. 46, S. 1226. Online Karl Henckell. Hundert Gedichte, um 1912, S.98.