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Hölderlin

Der Frühling leuchtet blüthenreich, Die Glocken tönen schwellend weich, Ein frischer Maienmorgenhauch Küßt sehnend den Syringenstrauch. Des Geistes Flur steht blüthenleer, Die arme Seele tönt nicht mehr, Der Lebenshauch, der mich umfangen, Ist – dreimal wehe mir! – vergangen! Der Frühling leuchtet blüthenreich, Die Glocken tönen schwellend weich, Ein frischer Maienmorgenhauch Küßt sehnend den Syringenstrauch. Des Geistes Flur steht blüthenleer, Die arme Seele tönt nicht mehr, Der Lebenshauch, der mich umfangen, Ist – dreimal wehe mir! – vergangen. Der Frühling leuchtet blütenreich, Die Glocken tönen schwellend weich. Ein frischer Maienmorgenhauch Küßt sehnend den Syringenstrauch. Des Geistes Flur steht blütenleer, Die arme Seele tönt nicht mehr, Der Lebenshauch, der mich umfangen, Ist – dreimal wehe mir! – vergangen Poetisches Skizzenbuch, Minden i. Westf. 1885, S. 98. Online Gedichte, Zürich und Leipzig 1898, S. 36-37. Online Gesammelte Werke. Dritter Band: Buch der Kunst, München 1921, S. 45.