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Bekenntnis

Bekenntnis Mein Auge leuchtet durch die Zeiten Den Denkern, die das All gebar, Ununterbrochen seh ich schreiten Den Zug der kühnen Heldenschar. Die Losung hör’ ich vorwärts klingen Vom Fähnlein, das dem Blick entflieht, Auf tausenjähr’gen Aetherschwingen Zum Banner, das vorüberzieht. Die Siegesmelodien rauschen, Hoch jauchzt der Marsch der Weltidee, Den Lichtposaunen muß ich lauschen, Bis ich des Spieles Sinn versteh. Aus seiner engen Talschlucht starrte Das Menschentier zum  Firmament, Die Wölbung war die höchste Warte, Drauf Gottes Tag- und Nachtlicht brennt. Jetzt rollt der Mensch mit seinem Geiste Auf ew’ger Achse durch das All; Wie bald erfuhr der Weltgereiste: Dem Wissen wehrt kein Festungswall. Aus Urdunst schwang zu Dichterstirnen Des Lebens Bildkraft ihre Glut, Stolz türmen der Entwicklung Firnen, Sich in des Kosmos Sonnenflut. Des Universums glüh’nde Kräfte Faßt die Natur, die forscht und spürt, Der Erde Schoß trinkt Weltallsäfte Bis sich der Menschheit Glück gebiert. Das Schöne schaffend zu genießen Bereitet unser Hirn sich vor, Aus der bezwung’nen Erde sprießen Der Freiheit Blütenau’n empor. Was selt’ner Sehersinn ersonnen, Die ganze Menschheit prägt’s in …