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Leopold Jacoby

Leopold Jacoby kam 1840 in Lauenburg zur Welt. Er besuchte das Gymnasium in Danzig, studierte in Berlin Literatur und Naturwissenschaften, war Parlamentsberichterstatter, studierte dann in Marburg Medizin und war frewilliger Assistenzarzt im deutsch-französischen Krieg. Danach war er wieder als Korrespondent tätig, ging 1877 an die zoologische Station in Triest und 1882 in die USA, wo er in Cambridge Unterricht erteilte. Nach seiner Rückkehr nach Europa, liess es sich in Mailand nieder, wo er Privastunden gab und an der R, academica scientifico-letteraria Vorlesungen hielt. Nach einem Schlaganfall musste er seine Stellung aufgeben und übersiedelte nach Zürich. Veröffentlichungen * *Das Lustspiel*, H. E. Oliven, Berlin 1870. * *Weinphantasieen*, Berlin 1870 [?]. Online: Weinphantasieen (2. Aufl., 1870). * *Es werde Licht. Poesien*. Online: Es werde Licht (2. Auflage, H. E. Oliven, Berlin 1873) und Es werde Licht (2. Auflage, H. E. Oliven, Berlin 1873). * *Der Fischfang in der Lagune von Comachio nebst einer Darstellung der Aalfrage*, Verlag von August Hirschwald, Berlin 1880. * *Ein Auslug nach Comachio*, Triest 1881. * *Ueber die Nachahmung von Naturstimmen in der …

Glühlichtkrone

Glühlichtkrone (Meinem lieben Leopold Jacoby.) Mild füllt der Kranz aus blauen Höh’n Die Galerie mit Licht. So glüht sein Geist mir rein und schön Und flieht und flackert nicht. Die zarte Strahlenkrone neigt Sich auf sein ruhig Haupt, Indeß um mich der Sturmbrand steigt Und qualmend mich bestaubt. Gern schimmerte so silberklar Auch ich, ein stiller Held, Aus blauen Höhen wunderbar In diese laute Welt. Dann tauchte manches Auge müd In meine sanfte Fluth Und lauschte leisem Siegeslied Und badete sich Muth. Trutznachtigall, Stuttgart 1891, S. 100-101. Online

An Leopold Jacoby

An Leopold Jacoby Wie hast du wieder mich durchschüttert! Dein Lied von meinen Lippen klang. Vom Auge mir die Zähre sprang, Am ganzen Leib bin ich erzittert… Sag’, Leopold Jacoby, sage! Aus welchem Quell quoll solche Klage? Ein Jüngling, kaum am Kinn ein Haar, Wie wurdest du so groß, so wahr? Aus welchen Leides Finsternissen Fuhr deines Liedes Licht empor? Welch’ Weh hat deine Brust zerrissen, Das diese Schönheit aufbeschwor? Sieh’! Wie wenn rüttelt Sturmgewalt An Hochgebirges Thurmbasalt, Auf seinem Haupt die Wälder heulen, Doch ruht sein Rumpf auf sichern Säulen, So stößt in jenem Lied dich an Der Schmerz, du bebst und stehst — ein Mann! — — — Laut will ich’s vor den Leuten sagen, Was die Kritik, die Dirne, hehlt: Du hast zuerst in unsern Tagen Das Elend dichterisch beseelt. Du hast mit blutender Erkenntniß Zuerst das Lied der Noth gegellt Und mit durchdenkendem Verständniß Die Zukunft rhythmisch aufgehellt. O wie sich schmetternd zu mir schwang “Der deutschen Sprache Lobgesang.”*) Und mit dir jauchz’ ich in sel’ger Qual: Nun wirst du blühen …