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Peter Hille

Peter Hille Gestorben im Mai 1894 Maienglöckchen im Walde klangen: “Peter Merlin, wohin bist Du gegangen Lieber Zauberer, deine zarte, Schmale, strählende Hand im Barte, In dem Barte der Dichterweisen, Deine Worte, die tastend leisen, Die nach innen zurück sich zogen Ehe den feinsten Sinn sie verbogen, Deine tiefverstehenden, milden Augen, in geistdurchfurchten Gefilden, Menschenaugen wie selten nur, Wie sie sahn auf der Erdenflur – Ach, und deine lauschenden Ohren, Des waldträumenden, reinen Toren, die an moosdurchgluckender Quelle. Horchten wie das Eichhörnchen helle, Dir gehört auch unser Geläut – Peter Hille, wo weilst Du heut? Strömend quillt das Grün aus den Bäumen, Sonne spinnt, mit Gold sie zu säumen – Kommst Du nicht, im Maiwind zu träumen? Dessen Seele vom Staube rein, Lockt dich nimmer der heilige Hain? Bist doch ein Seher und Germane Uralter Art, ein Runenahne, Brausenden Elementen vertraut Wie der Sehnsuchtsseele der Menschenbraut. Feinere Schwingung des Weltalls zu fühlen Bist du begnadet, wirkender spülen Wellen des Ozeans um deine Stirn. Ja, wir sahen dich manchesmal Waldesdämmer im Abendstrahl Mit lärmscheuem Schritt durchstreifen …

Schriftstellerheim

Schriftstellerheim Das Hündchen bellte von der rothen Decke — Den Mantel ab nnd in die Sophaecke! Das Wasser siedete mit Luftgezisch, Dampf spie der Koffeekochbauch auf dem Tisch. Fix eingeschenkt von liebenswürd’gen Händen Der schwarzen Blume kräftigstes Geblüt, Und Zürich’s auserles’ne Kuchenlenden Dnrchfasteten mein brodelndes Gemüth. Sechs Jönköpings zu einer Cigarette, Vor Bücherblättern ging sie fünfmal aus; Was frisch gestaut sich aus der krit’schen Stätte, – Durchknusperte die näsch’ge Dichtertmaus. Ein traulich literarisches Geschwätze Von Ibsen, Morin (dieses ist ein Mann, Der Verse macht und keine machen kann) Und von der deutschen Kritikasterkrätze. Von Conrad, Heyse, Zeise, Meise, Bierbaum, Bertha von Suttner, Jemand, Hopfenkranz, Von Zola, Kjelland, Dostojewski, Schmierbaum, Von Beyer, Meyer, Schleier, Lämmerschwanz. Kurzum wovon zwei Herren vom Tintenfaß Nur plaudern mögen sonder Unterlaß. Inzwischen, lieber Hans von Basedow, Hatt’ Ihre Frau, die treue Schasfnerin, Den Havelock gekehrt mit klugem Sinn, Des vorteilhaften Kunstwerks herzlich froh. “Ach, spielen Sie!” Mit Lockenschwung zum Flügel. Was woll’n Sie hören?” “Den Walkürenritt.” Hoch donnernd fortstob’s über Wolkenhügel Und riß mich rasend durch die Lüfte mit. Dann jähe …