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Auf dem Luzerner See

Auf dem Luzerner See (Robert, dem armen Teufel, gewidmet.) Still unter’m Kiele gluckert die Fluth, Haupt auf dem Pfühle mein Robert ruht. Plätschernd durchschneiden Ruder den See Wie grüne Weiden Die Sensenfee. Felsen und Matten Schwellen empor, Schwimmende Schatten Wölben ein Thor. Krönende Kuppen. Hängende Höh’n, Wolkenschaluppen Schwanken und weh’n. “Glück auf die Reise! Viel Grüß, viel Grüß!” Drosselt es leise Waldsaumsüß. Rothe Rosen am Busen Mein Robert träumt, Markgräfler Musen Sein Schlummer schäumt. Die Augen schließ’ ich, Mein Robert, wie du. Wiegend’ genieß ich Glück voller Ruh’: Blau wie die Welle Blicke verführt! Schnelle Libelle, Leuchtende Helle Des Lebens gespürt… Diorama, Zürich 1890, S. 12-13. Online Das Gedicht ist Robert Reitzel, dem Herausgeber der Wochenzeitung Der arme Teufel, gewidmet.